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Word → Markdown: Checkliste für saubere Konvertierungen

Kernerkenntnis: Fast alle Konvertierungsprobleme entstehen dadurch, dass Word visuelle Formatierung statt semantischer Struktur nutzt. Konverter wie Pandoc lesen Formatvorlagen (Styles) – nicht Optik. Was optisch wie eine Überschrift aussieht, aber nur fett und größer formatiert wurde, bleibt im Markdown ein normaler Absatz.

Vor dem Export eines Word-Dokuments nach Markdown diese Punkte prüfen:


1. Formatvorlagen statt manueller Formatierung

Überschrift 1/2/3 verwenden statt Text nur fett und größer zu setzen. Konverter erkennen ausschließlich Formatvorlagen und wandeln sie in #, ##, ### um – manuell "nachgebaute" Überschriften bleiben normaler Fließtext. So geht's: Start → Formatvorlagen-Galerie → „Überschrift 1" (nicht Schriftgröße/Fett manuell setzen).

2. Einheitliche Überschriften-Hierarchie

Keine Ebenen überspringen (z. B. direkt von Überschrift 1 zu Überschrift 3). Markdown bildet die Hierarchie strikt ab – ein Sprung erzeugt eine falsche Gliederungstiefe im Wiki-Artikel. So geht's: Vor dem Export über die Navigationsleiste (Ansicht → Navigationsbereich) die Gliederungsebenen prüfen und lückenlos durchnummerieren lassen.

3. Änderungen nachverfolgen abschließen

Track-Changes vor dem Export annehmen oder ablehnen, sonst landen Löschungen und Einfügungen doppelt im Markdown. So geht's: Überprüfen → Nachverfolgung → Alle Änderungen annehmen.

4. Kommentare entfernen

Kommentare werden sonst als Fußnoten oder Störtext mitkonvertiert. So geht's: Überprüfen → Kommentare → Alle Kommentare löschen.

5. Keine Textfelder oder eingebetteten Objekte

Inhalte in Textfeldern, SmartArt oder OLE-Objekten werden von Konvertern oft komplett ignoriert oder nur als Bild gerendert – der Text darin geht verloren. So geht's: Textfelder vermeiden, Inhalt direkt in den Fließtext schreiben.

6. Tabellen einfach halten

Keine verschachtelten Tabellen, verbundenen Zellen oder Tabellen-in-Tabellen, da Markdown nur einfache Raster-Tabellen abbildet. So geht's: Tabelle einfügen → einfaches Raster, „Zellen verbinden" nur wenn unbedingt nötig.

7. Bilder mit Alt-Text versehen

Ohne Alt-Text fehlt im Markdown die Bildbeschreibung (![]()) komplett. So geht's: Bild markieren → rechte Maustaste → Alternativtext bearbeiten.

8. Einheitliche Listenformate

Aufzählungs- und Nummerierungsvorlagen verwenden statt manueller Bindestriche oder eigener Nummerierung per Hand – sonst erkennt der Konverter keine zusammenhängende Liste. So geht's: Start → Aufzählungszeichen bzw. Nummerierung aus der Galerie wählen, nicht - oder 1. von Hand eintippen.

9. Code/Monospace-Text als Zeichenformat auszeichnen

Für Befehle, Dateinamen oder Codeschnipsel das Zeichenformat „HTML Code" bzw. eine Monospace-Formatvorlage nutzen statt nur die Schriftart manuell auf Courier zu ändern. Nur echte Formatvorlagen werden zu `Code` im Markdown. So geht's: Text markieren → Formatvorlage „HTML Code" (oder eigene Zeichenformatvorlage) zuweisen.

11. Sparsam mit Sonderzeichen und typografischen Zeichen

Automatisch ersetzte typografische Anführungszeichen, Gedankenstriche oder Symbole können je nach Konverter-Einstellung uneinheitlich im Markdown landen. Wo es auf exakte Zeichen ankommt (z. B. Befehle, Pfade), einfache Anführungszeichen/Standardzeichen verwenden. So geht's: Datei → Optionen → Dokumentprüfung → AutoKorrektur-Optionen → „Anführungszeichen ersetzen" bei Bedarf deaktivieren.

12. Keine manuellen Zeilenumbrüche (Shift+Enter)

Zeilenumbrüche innerhalb eines Absatzes statt eines neuen Absatzes erzeugen im Markdown keine saubere Absatztrennung und werden je nach Konverter verschluckt oder falsch dargestellt. So geht's: Enter für neue Absätze verwenden, Shift+Enter vermeiden.

13. Keine Spalten-, Abschnittslayouts oder Fuß-/Endnoten

Mehrspaltige Layouts, Abschnittsumbrüche und Fuß-/Endnoten werden von Konvertern meist an falscher Stelle im Fließtext eingefügt oder ganz verworfen. So geht's: Einspaltiges Standardlayout verwenden, Anmerkungen direkt im Fließtext oder als eigener Absatz formulieren statt als Fußnote.

14. Ein Thema pro Dokument

Ein eigenes .docx pro Anleitung/Prozess statt Sammeldokumente – vermeidet Vermischung von Überschriftenebenen und erleichtert die spätere Aufteilung in einzelne Wiki-Artikel. So geht's: Für jede Anleitung eine eigene Datei anlegen statt mehrere Themen in einem Dokument zu sammeln.


Kurzfassung zum Merken: Alles, was in Word nur "gut aussieht", aber keine echte Formatvorlage, kein echtes Werkzeug (Link, Formatvorlage, Alt-Text) dahinter hat, geht bei der Konvertierung verloren oder wird falsch interpretiert.